Themen

Konzerte

Die Bibellesenacht

Die Bibellesenacht

Chanter entwickeln einmal pro Jahr ein neues Programm passend zum Thema der jährlichen Bibellesenacht in der Klosterkirche Bebenhausen.

Unabhängig davon werden Konzerte aber auch zu anderen Veranstaltungen aufgeführt.

Wissenswertes und lehrreiches, mitunter aber auch spannendes und unterhaltsames aus der Bibel.
Das ist der Anspruch, dem sich die Bebenhäuser Bibellesenacht stellt.

2018

Psalter und Harfe wacht auf | Die Poesie der Bibel

Zum Reformationstag 2018 spielt Chanter Interpretationen ……………………..

Biblische Texte in der Übersetzung Martin Luthers begleiten die Evangelischen Kirchengemeinden durch das Kirchenjahr. Das war zu Luthers Zeiten so und ist bis heute so geblieben. Im Rhythmus des sonntäglichen Gottesdiensts wird jedes Jahr neu die Geschichte von Gottes Zuwendung zu den Menschen gefeiert. Am Sonntag können wir – wie Martin Luther es formuliert hat – Gott „mit Feiern und Ruhen dienen“.

2017

Mit Luther durch das Kirchenjahr | Gott dienen mit Feiern

Luther war nicht nur der kongeniale Übersetzer der Heiligen Schrift, sondern auch ein ebenso kongenialer Liederdichter und -komponist. Viele seiner Lieder sind bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden.

„500 Jahre Reformation“ Der Tag war 2017 der Höhepunkt verschiedener Veranstaltungen, in dem überall in Deutschland der Reformation gedacht wurde.

Chanter schlägt mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten die Brücke von den Renaissanceklängen der Lutherzeit zur Kirchen- und Volksmusik von heute. Deshalb erklingen Luthers Lieder: von „Ein feste Burg“ bis zur Segensbitte „Verleih uns Frieden gnädiglich.“

Biblische Texte in der Übersetzung Martin Luthers begleiten die Evangelischen Kirchengemeinden durch das Kirchenjahr. Das war zu Luthers Zeiten so und ist bis heute so geblieben. Im Rhythmus des sonntäglichen Gottesdiensts wird jedes Jahr neu die Geschichte von Gottes Zuwendung zu den Menschen gefeiert. Am Sonntag können wir – wie Martin Luther es formuliert hat – Gott „mit Feiern und Ruhen dienen“.

Text: Hannelore Jahr

2016

Erhalt uns, Herr bei deinem Wort | Texte aus der neu revidierten Lutherbibel
und Lieder von Martin Luther

Martin Luther war ein begnadeter Sprachkünstler. Seine Bibelübersetzung hat nicht nur die deutsche Sprache und Literatur geprägt, sondern ist zugleich Ausdruck protestantischer Identität und Frömmigkeit. Aufgrund ihrer literarischen Qualität wird sie auch von vielen katholischen Christinnen und Christen geschätzt. Damit Luthers Bibelübersetzung nicht zum Museumsstück wird, hat man sie im letzten Jahrhundert in verschiedenen Anläufen revidiert und sprachlich modernisiert. Zum Reformationsjubiläum ist die Lutherbibel noch einmal revidiert worden. Durch diese Neurevision wurde sie nicht nur auf den aktuellen Stand der Bibelwissenschaft gebracht, sondern zugleich wieder stärker an den ursprünglichen Wortlaut Luthers angeglichen. So wurde das Sprachkunstwerk „Lutherbibel“ neu profiliert.
Umso mehr lohnt es sich, die neuen „alten“ Texte zu entdecken. Die ausgewählten Lesungen gehören zu vier zentralen biblischen Themen: die Liebe als größte der Gottesgaben, Beten und Gebet, Tod und Auferstehung und – als Vorgeschmack auf die kommende Weihnachtszeit – die Geburt Jesu. Die Begleittexte zu den Lesungen geben zugleich Einblick in Luthers Übersetzungswerkstatt und die Arbeit der aktuellen Revision.

Luthers poetische Begabung hat ihren Niederschlag auch in zahlreichen Liedern gefunden, von denen viele bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden sind. Am bekanntesten ist zweifellos „Ein feste Burg ist unser Gott“, das als Hymne der Reformation gilt. Auch das Thema der 2016er Bibellesenacht ist einem Lutherlied entnommen. Der Reformator selbst liebte die Musik als Gottesgabe von großer Macht, die ihm geradezu als Vorschein der Ewigkeit galt. Eine Auswahl seiner Lieder umrahmt deshalb auch das Leseprogramm.

Text: Hannelore Jahr

2015

Der nächste bitte … | Geschichten von Krankheit und Heilung

Chanter spielt dazu eine Auswahl von ……………………….

Die biblischen Geschichten von Krankheit und Hei­lung waren das Thema der 12. Bebenhäuser Bibel­lesenacht, zu der die evangelischen und katholi­schen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen am Reformationstag in die Klosterkirche einluden. An dem Thema „Krankheit und Heilung“ kommt niemand vorbei. „Der Nächste bitte!“ − das Motto dieser Bibellesenacht grief dies im dop­pelten Sinne auf: nicht nur selbst als Nächster bei der Behandlung an der Reihe zu sein, sondern auch einen Nächsten zu haben, der in Krankheit und Leid Beistand leistet.

In biblischer Zeit gab es noch keine moderne Medizin. Dennoch begegnen uns in den biblischen Geschichten von Krankheit und Heilung schon fast modern anmutende Diagnosen und Therapien. Berichtet wird über alle möglichen Formen körper­licher wie psychischer Erkrankungen. Die Bibel gibt ihnen deshalb so breiten Raum, weil Heilung für sie eine reale Möglichkeit ist. Dabei gehören Krank­heit und Heilung in einen religiösen Bezugsrahmen: Zuletzt ist es Gott, der den Menschen − auch vermit­tels der ärztlichen Kunst − seine Hilfe zusagt. Alle Heilung kommt aus der Beziehung zu ihm, und die Menschen sollen Gottes Zuwendung zu ihnen mit Leib und Seele erfahren.

Im Unterschied zur Arztpraxis von heute hat Gott keine festen Sprechzeiten. Jederzeit können die Patienten, die seine Hilfe suchen, sich im Gebet an ihn wenden. Genau dies geschieht in vielen Psal­men der Bibel. In geradezu hemmungsloser Klage schildern die Psalmbeter Gott ihre Krankheitssymp­tome inklusive all ihrer Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Todesangst. Und so fest ist ihr Vertrauen auf Gottes Hilfe, dass sie ihn zuwei­len sogar schon im Vorgriff preisen und ihm für ihre Genesung danken.

Der bekannteste Heiler der Bibel ist zweifellos Jesus, dessen therapeutische Kraft aus seiner besonderen Beziehung zu Gott erwächst. An ihn wenden sich diejenigen, die sich keinen Arzt leisten können oder die schon viele Ärzte erfolglos konsultiert haben – hoffnungslose Fälle sozusagen, die ihre Hoffnung zu Recht auf ihn setzen. Jesu Heilungstaten weisen immer über sich hinaus. Sie zeigen, wie es einmal sein wird in jener Welt ohne Schuld, Krankheit und Leid, die Jesus in seinen Predigten das „Reich Gottes“ nennt.

Text: Hannelore Jahr

2014

Psalter und Harfe spielt auf

Der Abend gehört nicht nur Texten über die Musik aus der Bibel, sondern auch der Musik selbst. Chanter begleitet mit Harfe, Flöten, Gitarre und Mandoline den Bebenhäuser Projektchor unter der Leitung von Judith Looney.

Musik gehört in der Bibel immer dazu. Sie erscheint in vielerlei Formen und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Musik ist Ausdruck von Freude, wenn Mirjams Lied vom Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten erklingt, Musik hat heilende Kraft, wenn David seine Laute für den schwermütigen König Saul schlägt, Musik hat sogar militärische Funktion, wenn sie die Mauern von Jericho zum Einsturz bringt. Da gibt es die große Sammlung der Psalmen und das „Lied der Lieder“, das Hohelied von der Liebe zwischen Mann und Frau – Poesie, die ihren festen Platz in der Weltliteratur hat.

Als thematisches Bildmotiv wurden vier musizierende Engel aus dem Kloster ausgewählt. Das Quartett gruppiert sich mit Harfe, Orgel, Laute (und vermutlich einem Streichinstrument) um den segnenden Christus in ihrer Mitte. Mit solch einem Engelskonzert begrüßte das Kloster Bebenhausen in früheren Zeiten seine Neuankömmlinge. Noch heute sieht man dieses himmlische Ensemble auf den Schlusssteinen im Kreuzgratgewölbe des östlichen Kreuzgangs. Wer – früher wie heute – diese Stelle, den einstigen Haupteingang, passiert und den Blick dabei nach oben richtet, weiß sich doppelt geborgen: in Gottes Segen und umgeben von wundersamer Musik.

Musik wurde auch von dem Reformator Martin Luther hoch geschätzt. Für ihn ist sie „die beste Gottesgabe“, der „beste Trost für einen verstörten Menschen“, eine „Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht“.

Text: Hannelore Jahr

2013

Engelsgeschichten | zwischen Himmel und Erde

Der Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag steht traditionell für die Umkehr des Menschen von verkehrten Wegen und der Hinwendung zu Gott. Wer könnte ein besserer Begleiter auf diesem Weg sein als die Engel – die Boten, die Gott zu den Menschen schickt? Sie kommen vom Himmel auf die Erde und machen auf ihre Weise deutlich, dass Gott sich den Menschen liebevoll zuwendet. Sie schaffen eine Nähe zu Gott, die ansonsten wohl kaum möglich wäre. Vielleicht liegt darin ihre besondere Faszination. Selbst Menschen, die keiner Religion angehören, glauben heute vielfach noch (oder wieder) an Engel – erstaunlich in unserer aufgeklärten Welt, in der meist doch nur das Sicht- und Messbare zählt.

Engelbegegnungen durchziehen die Bibel von den Erzvätern des Volkes Israel bis zu den Propheten, und von Jesus bis zu den frühen Christengemeinden. Das Besondere der biblischen Engel besteht darin, dass sie ganz in dem Auftrag aufgehen, den Gott ihnen gegeben hat. Oft ist das eine Botschaft an die Menschen – ein Versprechen, eine Ankündigung, eine herausfordernde Aufgabe. Engel verkörpern aber auch die Überzeugung, dass das Leben der Menschen trotz aller Gefährdungen und Anfeindungen unter Gottes Schutz steht. Engel stehen den Menschen in Situationen zur Seite, die sie allein kaum bewältigen können. Engel begleiten auch das Leben Jesu. An den entscheidenden Stationen seines Lebensweges sind sie zur Stelle: vom Anfang – bei seiner Empfängnis und Geburt – bis zum Ende und darüber hinaus – bei der Passion und Auferstehung Jesu.

Die Engel der Bibel begegnen einem in ganz unterschiedlicher Gestalt: als prächtige geflügelte Wesen, aber auch ganz irdisch und unspektakulär, von „normalen“ Menschen kaum zu unterscheiden. Eins jedoch ist all den verschiedenen Engeln der Bibel gemeinsam: Sie bringen die Menschen Gott näher und Gott den Menschen. Sie bauen eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Und indem sie Gottes Handeln eine Gestalt verleihen, machen sie das Unfassbare fassbar.

Text: Hannelore Jahr

2012

Gartengeschichten

Auch wenn die Bäume im Herbst ihr buntes Laub abgeworfen haben, ist die Erinnerung an die blühenden Sommergärten noch ganz lebendig. Sie wird uns durch die Wintermonate begleiten, bis die Schneeglöckchen von neuen Gartenfreuden künden.

Das Thema „Garten“ durchzieht die Bibel in unerwartet vielfältiger Weise – von der  Schöpfung im ersten bis zur Vollendung im letzten Kapitel. Gott der Schöpfer scheint geradezu eine Vorliebe für Gärten zu haben: Im Garten Eden geht er umher und ruft: „Adam, wo bist du?“ Im Gelobten Land pflanzt Gott sein Volk wie einen Weinberg. Den Garten der Liebe erfüllt Gott mit wunderbaren Düften und zeigt den Verliebten ie Schönheit seiner Schöpfung. Im Garten des himmlischen Jerusalems am Strom des Lebens wohnt Gott bei den Menschen und wischt die Tränen von ihren Augen. Auch entscheidende Stationen der Jesusgeschichte spielen im Garten: In Getsemani wird er verhaftet, um in den Tod zu gehen. In einem Garten begegnet er nach seiner Auferstehung Maria Magdalena, die ihn für einen Gärtner hält.

Wer sich auf die Spur der biblischen Gartengeschichten begibt, wird staunen, wie viel Erdverbundenheit in der Heiligen Schrift zu finden ist – wie viele handfeste Erfahrungen von Gärtnern, Weinbauern, Landwirten und Heilkundigen. Das hat seinen Grund vielleicht auch darin, dass der Garten in der Bibel ein Gleichnis für das Leben der Menschen in der Gegenwart Gottes ist. Damit ist der Garten zugleich ein Bild für die Welt, wie sie sein könnte: ein Ort der Schönheit und des Friedens, der Fruchtbarkeit und des Heils und der innigen Verbundenheit alles Lebendigen. Und vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum der Garten und die Geschichten von ihm uns so unwiderstehlich anziehen.

Text: Hannelore Jahr